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Bürgermeister fordert schnelles Handeln

Meyer: Unbürokratische Entscheidungen sind notwendig, um unbeschrankte Bahnübergänge besser zu sichern.

Buergemeister Meyer Dirk Klostermann Bahnuebergang Stoppschild

Seit Jahren fordern die politischen Gremien der Gemeinde die technische Sicherung der Bahnübergänge auf der Bahnstrecke zwischen Bremen und Hesepe. Ein Bahnunfall in der Bauerschaft Ellenstedt, bei dem zwei Menschen starben hat diese Notwendigkeit vor kurzem auf tragische Weise bestätigt.

Zusammen mit den Vertretern der Deutschen Bahn wurde ein Konzept erarbeitet, das entweder die Schließung oder die technische Sicherung aller Bahnübergänge mit Schranken bzw. Ampelanlagen vorsieht. Nach Auskunft der Bahn ist mit einer Umsetzung des Konzeptes erst 2016 zu rechnen. In einem Gespräch Anfang März sollen mit der DB nun die Einzelheiten geklärt werden. Doch bis 2016 will die Gemeinde nicht warten. Allerdings fehlt es am Druckmittel, um die Sicherung zu beschleunigen. „Wir müssen jetzt selbst irgendwas machen“, sagt Willibald Meyer.

Gemeinde darf keine Schwellen montieren

Ihren ersten Plan musste die Gemeinde verwerfen: „Wenn wir heute Schwellen auf die Straße montieren, um die Fahrzeuge abzubremsen, müssen wir sie morgen wieder abbauen“, erklärt der Bürgermeister. Die zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben erklärt, dass Schwellen nicht zulässig seien.

Die Alternative: Mit einem Stoppschild an Bahnübergängen will die Gemeinde Autofahrer zwingen, anzuhalten. „Ein Andreaskreuz ist für die meisten nur ein Hinweis“, sagt Meyer. Aber ein Stoppschild habe eine andere Wirkung: Wird ein Stoppschild nicht beachtet, drohen ein Bußgeld und Punkte in der Verkehrssünderdatei. Meyer will jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um Stoppschilder an den Bahnübergängen anbringen zu dürfen.

In Nordrhein-Westfalen kämpft eine Initiative seit Jahren dafür, flächendeckend unbeschrankte Bahnübergänge mit einem Stoppschild auszustatten, erklärt Meyer. In vielen europäischen Nachbarstaaten sei das bereits gang und gäbe. Allein beschließen kann die Gemeinde auch auf den eigenen Straßen eine derartige Beschilderung allerdings nicht. Ebenso wenig neue Warnschilder, die die Gemeinde beantragt hat.

„Wir wollen jetzt nicht den Eindruck erwecken, uns mit billigen Schildern aus der Affäre ziehen zu wollen“, so Meyer. „Wir können aber nicht untätig daneben stehen, bis wieder etwas passiert.“ Lichtsignalanlagen seien zukünftig das Minimum, um die Bahnübergänge zu sichern.

Foto: Bürgermeister Willibald Meyer (links) und Dirk Klostermann vom Bauhof demonstrieren, wie eine Lösung durch das Aufstellen von Stoppschildern aussehen könnte.

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