Erster Spatenstich am Mühlenbach
Für Bürgermeister Willibald Meyer geht mit dem Beginn der Baumaßnahmen zur Renaturierung des Mühlenbaches „eine unendliche Geschichte“ zu Ende. Seit mehr als drei Jahrzehnten will die Gemeinde den Bach ausbauen. Meyer ist von Anfang an dabei. Ging es anfangs in erster Linie um den Hochwasserschutz, spielt heute der Naturschutz die entscheidende Rolle bei den Überlegungen.
Dies nicht zuletzt, weil die Gemeinde für das Projekt Zuschüsse aus einem Programm des Landes zur Renaturierung von Bächen bekommt. 204.000 Euro aus dem Fließgewässerprogramm stehen zur Verfügung. Die noch fehlenden 88.000 Euro teilen sich die Hunte-Wasseracht und die Gemeinde Goldenstedt.
Durch die Renaturierung sollen Fische auf ihren Wanderungen den Mühlenbach bis zum Oberlauf auf der anderen Seite des Dorfkerns passieren können. Im alten Flusslauf versperrt derzeit ein Wehr den Weg der Fische. Den Höhenunterschied von über drei Metern können die Tiere nicht überwinden.
Teilstrecken des Mühlbachs wurden in den vergangenen Jahren bereits vom Goldenstedter Tückerverein, vom Landkreis Vechta und von der Hunte-Wasseracht renaturiert.
Der neue Flussverlauf soll zudem in Zukunft beinahe das gesamte Regenwasser aus dem oberen Bereich des Ortskerns aufnehmen. Allein deshalb seien die Arbeiten längst überfällig, sagt der Planer Eckhart Mumm. Er erinnert an das Hochwasser im Jahr 1998.
Ende März soll es nun endgültig losgehen: Auf einer Länge von 320 Metern sollen durchschnittlich 1,5 Meter Erde ausgehoben werden. Diese wird für den Wall um die vorgesehenen Regenrückhalteflächen im oberen Bereich des Flusses verwendet.
Am Ende soll der neue Bachverlauf an den bereits auf Initiative des Goldenstedter Tückervereins renaturierten Teil des Baches anschließen. Im Oktober müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann erwartet das Land Niedersachsen den Nachweis über die Verwendung seiner Zuschüsse. Meyer dankt besonders den Grundeigentümern und dem Land Niedersachsen für die Unterstützung der Baumaßnahme.