Wettbewerb: Renaturierte Ellenbäke weiter im Rennen
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen steht die Ellenbäke in Goldenstedt-Einen im Blickpunkt der Experten: Am 18. August wird die Jury des niedersächsischen Gewässerwettbewerbs Bach im Fluss den Abschnitt der Bäke zwischen der Einer Straße und dem Einlauf in die Hunte begutachten.
Die Renaturierung dieses Bereiches ist einer von landesweit elf Beiträgen. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt noch im Rennen sind", sagt Johannes Kohls, Vorsitzender des Goldenstedter Tückervereins, der die Renaturierung vorgeschlagen hat. Oberhalb der Einer Straße sei die Ellenbäke noch naturbelassen. "Jetzt fließt der Bach auf seiner ganzen Länge bis zur Hunte natürlich", ist Kohls zufrieden.
In Zusammenarbeit mit der Hunte-Wasseracht, dem Landkreis Vechta und dem Landesfischereiverband haben die Tücker an der Ellenbäke "naturraumtypische Bachstrukturen und eine kleine Aue wiederhergestellt", so Kohls. Das habe sich positiv auf den Feinsedimenttransport und die Ablagerungen im Gewässer sowie auf den Fischbestand ausgewirkt.
Ellenbäke Modell für gelungene Renaturierung
Aus diesem Grund war die Ellenbäke im Mai als ein Modell für eine gelungene praktische Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für eine Exkursion ausgesucht worden. Bei einer Elektrokontrollbefischung seien damals schon auf wenigen Metern Meerforellen und Bachneunaugen nachgewiesen worden. "Ein Zeichen, dass die Maßnahmen gewirkt haben", so Kohls.
Wenn im nächsten Jahr das Huntewehr bei Wildeshausen geöffnet werde, wovon er ausgehe, "haben wir hier oben schon funktionierende Laichgewässer". Bisher haben die Tücker, die die Pflege des Gewässers übernommen haben, an der Ellenbäke rund 150 Stunden ehrenamtlich gepflanzt, gereinigt und gemäht. "Das wird später weniger, denn Ziel ist, den Bach sich selbst zu überlassen", so Kohls.
Der Gewässerwettbewerb "Bach im Fluss" wurde vom Niedersächsischen Umweltministerium und der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen ins Leben gerufen. Im Herbst werden die Preise verliehen, danach sollen alle Projekte in einer Broschüre vorgestellt werden.